Frausein Yoga

HormoneDie Hypophyse – die Dirigentin deiner Hormone

Die Hypophyse – die Dirigentin deiner Hormone

Kennst du das Gefühl, dass dein Körper „aus dem Takt“ geraten ist? Dass dein Zyklus nicht mehr rund läuft, dein Schlaf unruhig ist oder deine Energie schwankt? Fragst du dich manchmal, warum dein Körper nicht einfach so reagiert, wie du es dir wünscht? Warum Hormonbalance sich so schwer greifen lässt und du dir dennoch nichts sehnlicher wünscht, als dass deine Hormone endlich wieder ins Gleichgewicht finden?Die Antwort liegt oft nicht dort, wo wir Frazen zuerst suchen.

Sondern tiefer – und höher zugleich.

In der Hypophyse.

Stelle dir dein Hormonsystem wie ein fein abgestimmtes Orchester vor. Viele Instrumente spielen gleichzeitig: Schilddrüse, Eierstöcke, Nebennieren und weitere hormonaktive Drüsen. Jedes dieser Instrumente hat seine ganz eigene Aufgabe, seinen eigenen Rhythmus. Damit aus all diesen Einzelstimmen eine stimmige Melodie entsteht braucht es eine übergeordnete Führung. Jemanden, der das Ganze im Blick behält, Spannungen wahrnimmt und den Takt vorgibt.

Diese rolle übernimmt die Hypophyse.

Die Hypophyse ist eine kleine, unscheinbare Drüse in deinem Gehirn – nur etwa erbsengroß und zugleich die Dirigentin deines Hormonsystems. Sie produziert nicht nur selbst Hormone, sondern koordiniert vor allem das Zusammenspiel der anderen Drüsen. Sensibel, anpassungsfähig und ständig lauschend.

Deine Hypophyse beeinflusst unter anderem: 

  • Zyklus & Eisprung
  • Östrogen – und Progesteronbalance
  • Stressreaktionen (Cortisolausschüttung)
  • Schlaf und Regeneration
  • Energie und Erneuerung

Die Hypophyse übersetzt dein inneres Erleben in hormonelle Antworten. 

Die Dirigentin hört zu – auch auf dein Nervensystem

Was dieses Bild so krafvoll macht: Eine Dirgentin reagiert auf das Orchester. Auf Spannung. Auf Tempo. Auf Unruhe.

Genauso arbeitet die Hypophyse.

Sie steht in enger Verbindung mit deinem Nervensystem und „lauscht“ ständig:

  • Fühlst du dich sicher?
  • Bist du unter Druck? Fühlst du dich innerlich oft angespannt?
  • Lebst du im Dauerstress? Wie schnell ist dein Tempo?
  • Gibt es Raum für Erholung?

Wenn dein Nervensystem über längere Zeit im Alarmmodus ist, bekommt die Hypophyse eine klare Botschaft.

„Wir müssen durchhalten.“

Und dann verändert sich die Musik.

Regulation wird durch Reaktion ersetzt.

Nicht weil dein Körper versagt.

Nein, weil er versucht dich zu schützen!

 

Hormonelle Dysbalancen als Sprache des Körpers

Immer wieder erlebe ich es, dass Frauen in meinem Hormonbalance – Kurs landen mit der fixen Vorstellung, es stimme etwas nicht mit ihnen. Sie nehmen Hormonungleichgewicht als persönliches Scheitern wahr oder noch schlimmer, es liege halt einfach am Alter und langsam würden sie in die Wechseljahre kommen. Hormonelle Dysbalancen können sich in jedem Alter als Frau zeigen, schon in jüngeren Jahren und natürlich gerne ab Schwangerschaft, Geburt und in Übergangsphasen.

Doch aus Sicht unseres Körpers sind hormonelle Dysbalancen sinnvolle Anpassungen.

Unsere Hormone reagieren sensibel auf:

  • innere Anspannung
  • emotionale Dauerbelastung
  • fehlende Pausen
  • hohen Leistungsanspruch an sich selbst

Die Dirigentin unserer Hormone, die Hypophyse kann nur dann fein abgestimmt arbeiten, wenn das Orchester nicht permanent unter Hochspannung und Strom steht.

Hormonelle Balance braucht:

  • Rhythmus
  • Sicherheit
  • Wiederholung
  • Entlastung

Ohne diese Grundlage, gerät deine innere Musik aus dem Takt, deine Hormonbalance!

Yin Yoga spricht die Sprache, die deine Hypophyse versteht

Die Hypophyse reagiert nicht auf Leistung, auf Disziplin oder Druck. Sie reagiert auf innere Zustände.

Auf Sicherheit. Auf Ruhe. Auf das Gefühl, nicht getrieben zu werden.

Genau hier setzt Yin Yoga an mit einer Sprache, die deine Hormonsteuerzentrale, deine Hypophyse, verstehen kann. 

Yin Yoga ist kein weiteres „Tun“ auf der Liste deiner Selbstoptimierung. Es ist ein bewusstes Nicht-Tun. Ein Raum, in dem dein Körper nichts leisten muss – und genau dadurch, beginnt sich dein gesamter Hormonhaushalt neu zu ordnen.

In den langen, passiv gehaltenen Positionen passiert etwas Entscheidendes:

Dein Nervensystem bekommt Zeit.

Zeit, um vom Stressmodus in den Regnerationsmodus zu wechseln.

Deine Atmung wird ruhiger.

Dein Herzschlag gleichmäßiger.

Die innere Spannung darf sich langsam lösen.

Für deine Hypophyse ist das ein klares Signal:  „Es ist sicher hier. Wir müssen nicht reagieren – wir dürfen regulieren.“ 

Immer wieder erlebe ich es in meinen Yin Yoga-Stunden, dass Frauen zum ersten Mal seit langer langer Zeit wieder tiefe Enspannung erleben ohne dabei einzuschlafen, innerer Druck löst sich und sie nehmen sich selbst wieder mehr wahr, im Körper, in ihrer weiblichen Kraft.

Vielleicht ist für dich die wichtigste Frage nicht: „Was muss ich noch tun?“, sondern „Wo darf ich leister werden?“ und „Was brauche ich wirklich, um mich sicher zu fühlen?“

Deine Hypophyse hört zu und Yin Yoga kann ein Raum sein, in dem sie ihre Arbeit wieder aufnehmen darf.

Mein persönlicher Ausklang

In meiner Arbeit als Yogalehrerin für Frauengesundheit erlebe ich immer wieder, wie sehr Frauen versuchen, ihren Körper zu verstehen, zu korrigieren und „in Ordnung zu bringen“. Und wie wohltuend es ist, wenn dieser Druck langsam nachlässt.

Ich glaube nicht, dass dein Körper gegen dich arbeitet. Ich erlebe ihn als zutiefst intelligent – sensibel, ehrlich und immer bemüht dich zu schützen. Und das sage ich nicht nur als Yogalehrerin sondern als Frau, die selbst diese Erfahrung gemacht hat.

Wenn wir unserem Körper Raum geben, wenn wir langsamer werden und wieder spüren lernen, beginnt etwas Neues: Vertrauen.

Yin Yoga ist für mich kein Werkzeug, um Hormone zu beeinflussen. 

Es ist ein Raum, in dem deine Hypophyse – diese leise Dirigentin – wieder gehört wird. 

Nicht laut. Nicht fordernd. Sondern ganz sanft und klar.

Wenn du dich nach mehr hormoneller Balance sehnst, lade ich dich ein, nicht noch mehr zu tun. Sondern dir selbst wieder näher zu kommen. 

Deinem Atem. Deinem Rhythmus. Deinem Körper. 

Vielleicht beginnt hormonelle Balance genau dort – wo wir aufhören, uns zu optimieren und anfangen, uns zuzuhören – als Frau und dem, was wir wirklich brauchen.

Im nächsten Blogbeitrag nehme ich dich mit in die Praxis und zeige dir, wie Yin Yoga und Meditation zu einer Sprache werden können, die dein Nervensystem – und damit auch deine hormonelle Balance – versteht. 

 

NAMASTE,

DEINE MARTINA

 

 

Up

Mag. Martina Haschek

Anschrift

 Esslinger Hauptstraße 26 / Top 4
1220 Wien

Kontakt

+43 664 127 73 38
info@frauseinyoga-haschek.at

Öffnungszeiten

Montag – Donnerstag: 09:00 – 18:00 Uhr
Freitag: 14:00 – 20:00 Uhr
Samstag: 09:00 – 12:00 Uhr

MO – MI
09:00 – 18:00 Uhr
DO
15:00 – 17:00 Uhr
FR
14:00 – 20:00 Uhr